Hiho, hiho!
Nachdem ich mich aus dem Schnee wieder ans Tageslicht gegraben hab, geht’s im neuen Jahr auch direkt weiter mit hartem Stoff:
Wir lernen heute die Grundeigenschaften von Variablen und wie wir eine Ausgabe erzeugen.
Grundsätzlich gibt es unterschiedliche Variablen-Typen. Die wichtigsten davon stelle ich heute einmal vor:
Beginnen wir dem Typ “string” (string). Als String wird eine Zeichenkette beliebiger Länge und beliebigen Inhalts bezeichnet.
Somit ist jede Ausgabe, die wir sehen automatisch ein String.
Hier ein paar Beispiele für Strings:
“test”, “Dies ist eîn Täßt mit Sonderzeichen”, “42″, “http://www.outliver.de/”
In PHP werden Strings immer von Anführungszeichen umschlossen, dabei sind sowohl einzelne (’) als auch dopplte (”) Anführungszeichen gültig.
Wo genau der Unterschied liegt, lernen wir später.
Als nächstes kommt der Typ “integer” (int). Eine Variable vom Typ integer ist immer eine Ganzzahl, also
4, 18, -23, 459616 oder 95.
“float” (float) und “double” (double) bezeichnen Fließkommazahlen. Der Unterschied liegt hierbei lediglich in der Bit-Länge und somit in der Genauigkeit.
An sonsten unterscheiden sich die Typen nicht. Beispiele für float-Werte sind:
0, 14.2, 18, 32.473, -94.5
Wie ihr seht, wird in PHP (wie in allen anderen Sprachen auch) ein Punkt als Dezimal-Trenner verwendet.
Der Typ “boolean” (bool) kennt nur zwei Zustände:
true und false.
Dies entspricht der digitalen 0 bzw. 1.
Als letzten Typen behandeln wir den NULL-Typen. Ist eine variable zwar definiert (also gesetzt) aber (noch) ohne Inhalt, so ist sie vom Typ NULL.
WICHTIG:
NULL ist nicht dasselbe wie 0 (int), “0″ (string) oder “” (string).
Und jetzt die Erlösung: PHP ist eine schwach typisierte Sprache, d.h. ihr könnt einen String beliebig in einen Integer verwandeln, von float nach string konvertieren oder noch zahlreiche andere abstruse Dinge anstellen, die in den Hochsprachen nicht möglich wären.
So könnt ihr z.B. auch eine Zahl einfach ausgeben. Diese wird dann von PHP bei der Ausgabe automatisch in einen String konvertiert. Ihr bekommt davon gar nichts mit.
Kommen wir also nun zu unserer ersten Ausgabe.
Legen wir dazu eine Datei an. Sofern ihr XAMPP installiert habt, legt bitte einen neuen Ordner in eurem htdocs-Verzeichnis an.
Die neue Datei nennen wir “index.php“, da diese stets die vom Server zu erst ausgeführte Datei ist.
Datei öffnen. Jetzt müssen wir dem Server nur noch sagen, dass es sich dabei um ein PHP-Dokument handelt.
Das geschiet wie folgt:
<?php ?>
Dafür gibt es zwei identische Funktionen mit unterschiedlichen Namen: “print” und “echo“.
“print” ist jedoch in PHP eher unüblich, daher verwenden wir “echo”.
Achtet darauf, dass jeder PHP-Befehl mit einem Semikolon (;) endet!
Unsere erste Ausgabe könnte also wie folgt aussehen:
<?php echo "Hello world."; ?>
Natürlich würde das auch mit Integer- oder Float-Werten funktion, da diese ja automatisch konvertiert werden.
<?php echo 42; ?>
oder:
<?php echo 14.7 + 3; ?>
Sehr schön. Jetzt wollen wir unsere erste Variable deklarieren. Eine Variable beginnt in PHP immer mit einem $. Danach folgt der Name der Variable.
Ein Beispiel:
<?php $foo; echo "Hello world."; ?>
Jetzt haben wir eine Variable mit dem Namen “foo” vom Typ NULL. Sie bringt uns also noch gar nichts.
Mit einem = weisen wir ihr einen Wert zu. Verschieben wir die Sache also ein wenig:
<?php $foo = "Hello world."; echo $foo; ?>
TIPP:
Verwendet vor dem = einen Tabulator. Das macht die Sache nachher übersichtlicher.
Da PHP wie gesagt schwach typisiert ist, könnt ihr natürlich auch folgendes machen:
<?php $foo = 5; echo $foo ?>
oder
<?php $foo = 5 + 4; echo $foo; ?>
oder
<?php $foo = 5; $bar = $foo + 4; echo $bar; ?>
oder
<?php $foo = 5; $bar = 4; echo $foo + $bar; ?>
Wenn ihr Strings verbinden wollt, verwendet den Punkt-Operator:
<?php $foo = 'Hello World'; $bar = ' to you all!'; echo $foo . $bar; ?>
Und? War doch gar nicht so schwierig oder?
Soviel für heute. Nächstes Mal machen wir Abfragen, Schleifen und lernen mit Arrays um zu gehen.
Bis dahin, Greetz,
euer Outliver


